Blick hinter die Kulissen: Die Hertha-Physios

Frederick Syna ist einer von drei Physiotherapeuten bei Hertha BSC. Im Interview mit mach-dich-hertha.de verrät er, wie der normale Arbeitsalltag aussieht und was seinen Job besonders macht.

 

 

Was macht du bei Hertha BSC?

Ich bin seit mittlerweile sechs Jahren Physiotherapeut bei Hertha BSC. Wir sind zu dritt. Das klingt erstmal viel, aber in der Bundesliga gibt es oft sogar mehr, denn wir haben viel zu tun. Unsere Arbeitstage sind ganz unterschiedlich. Ich selbst bin immer sehr früh da, dann bereite ich die Sachen fürs Training vor. Zum Beispiel stelle ich die Getränke für die Jungs bereit und lege Materialien zurecht. Viel Zeit erfordert auch die Dokumentation. Da wird zu jedem Spieler alles eingetragen.  Dann kommen die Spieler. Hier gehen wir folgendermaßen vor: Wir schauen, wer kleine Wehwehchen vom Vortag hat, die wir behandeln müssen. In der Vorbereitungssession mit den Athletiktrainern auf das eigentliche Training kommen alle zum Tapen und dann geht es auf den Platz.

Und dann?

Dann hoffen wir natürlich immer, dass nichts passiert, wären im Ernstfall aber da, um sofort etwas zu unternehmen. Da geht es vor allem darum, die Lage richtig einzuschätzen: Ist es etwas Schlimmes, oder ist es nur eine Prellung, die mit etwas Eis versorgt werden muss.

Dann folgt die Nachbereitung des Trainings. Dazu gehören dann geplante Behandlungen von Wehwehchen, aber auch akute Sachen, die während des Trainings auftreten. Wenn man einen Spieler täglich sieht, dann kann man gut einschätzen, ob etwas problematisch ist. Unser Ziel ist, dass die Spieler gut durch die Woche kommen und im Idealfall alle am Wochenende auf dem Platz stehen können.

Zum Schluss kommen die Spieler natürlich noch zu Einzelterminen zu uns. Das pendelt sich dann ein. Der eine kommt immer donnerstags, der andere lieber freitags. Wenn ein Spieler natürlich ein Problem hat, dann kommt er mehrfach in der Woche zur Behandlung.

Manchmal muss es schnell gehen

Was unterscheidet deinen Job von einem normalen Physiotherapeuten?

Wenig. Der Hauptunterschied ist, dass wir mit gesunden Menschen arbeiten. Auf dem Platz müssen wir schnellere Entscheidung gemeinsam mit dem Arzt treffen. Das hat man in der Praxis nicht. Außerdem haben wir ein deutlich geringeres Spektrum an Verletzungen. Hand- und Armverletzungen tauchen kaum auf, die Spieler haben eher mit muskulären Problemen, den Beinen und dem Rücken zu kämpfen. Die Grundarbeit ist aber trotzdem die gleiche.

In der kommenden Woche verraten uns die Hertha-Physios mehr über die gängigsten Fußballerverletzungen und was man dagegen tun kann.