Der Winter kommt: 11 Tipps, die dich im Stadion warmhalten

Berliner Winter sind besonders kräftezehrend und mindestens doppelt so lang wie im Rest der Republik. Das wissen alle Hauptstädter*innen – und werden auch nicht müde, diese Tatsache ungefragt jedem Neuankömmling ab spätestens Mitte Oktober einzubläuen. Dann heißt es wieder: Blau ist nicht nur die Farbe unserer großen Liebe Hertha BSC, blau ist auch die Farbe unserer Lippen, Hände und Zehen. Wir verraten euch zu Beginn der kalten Jahreszeit elf Tipps, wie ihr während eines Spiels unserer Elf nicht auskühlt.

Auch wenn wir die eisigen Windböen, die bald schon wieder durch die breiten Straßen unserer Hauptstadt peitschen werden, gerne als ‘Liebesgrüße aus Moskau‘ betiteln. Tatsächlich bläst es die meiste Zeit des Jahres aus dem Westen – sehr zum Leidwesen unserer Stadionbesucher*innen. Denn im Westen des Berliner Olympiastadions klafft schließlich die prägnante Lücke, die einst den Blick auf das Olympische Feuer freigab, das längst erloschen ist. Dafür müssen sie gegen den Wind anschreien. Ein erster kleiner Tipp gegen die Kälte: singen!

Es folgen weitere Ideen, um auch im Winter in unserer Heimspielstätte – jenseits des bekannten Zwiebelschicht-Prinzips – warm zu bleiben:

 

1. Gut konserviert – in Alufolie.

Radfahrer*innen geht es wie Hertha-Fans aus der Ostkurve: Immer mal wieder Gegenwind. Deshalb haben wir von leidenschaftlichen Biker*innen in unserer Anhängerschaft einen ziemlich simplen wie praktischen Trick erfahren, damit ihre Zehen den Winter zu zehnt überstehen. Die Lösung lautet: Aluminiumfolie. Ein Stück abreißen, um den Vorfuß wickeln (über die Socke) und dann in den Schuh. Jetzt pfeift kein Wind mehr durch, die entstehende Wärme wird sogar reflektiert.

2. Wilde Abfahrt – in Skiunterwäsche.

Warum wir als Berliner*innen Skiunterwäsche brauchen? Weil sie genauso gut Stadionunterwäsche heißen könnte. Egal ob Synthetik oder Merino, wer einmal mit warmen Oberschenkeln im Stadion saß, der weiß um die Vorzüge von Long Johns.

3. Drei gewinnt – das richtige Trikot.

Im Grunde ist es ganz einfach: Das dicke alte Baumwoll-Shirt aus den 70ern, darüber das Langarmtrikot und dann - man möchte ja trotz Winterjacke Farbe bekennen - das aktuelle Trikot aus dem Schrank überziehen, das ohnehin ein wenig weiter sitzt.

4. Doppelt hält besser – der Schal.

Einen Fanschal eng um den Hals wickeln, den anderen um den Hals nach vorne offen hängen lassen. Das wärmt die Schultern und hat außerdem den Vorteil, dass man bei Vereinshymne und Torjubel den zweiten Schal in die Luft recken kann, während der Hals immer schön warm bleibt.

5. Ein Handschuh – zwei Vorteile.

Der Fäustling ist die wärmste Variante unter den Handschuhen – auch wenn Torhüter mit ihm wohl keinen Elfmeter parieren würden. Obendrein erschwert es den Verzehr von Speis und Trank ungemein. Einen Vorteil haben diese Handschuhe dennoch: Klatschen und Jubeln geht auch mit dem Fäustling.

Experten in Sachen warmer Kleidung im Stadion: Unsere Rollstuhl-Fans um Sven Papenbrock.

Experte in Sachen warmer Kleidung im Stadion: Unser Rollstuhl-Fan Sven Papenbrock.

6. Jacke – oder doch eher Schlafsack?

Seit einigen Jahren fester Bestandteil der winterlichen Auswechselbank sind die Daunenmäntel in Knöchellänge. Oder sind es doch unten aufgeschnittene Schlafsäcke aus einer vergangenen Himalaya-Expedition? Man weiß es nicht, ist aber auch egal, weil kaum ein Kleidungsstück beim langen Sitzen in der Kälte mehr Sinn ergibt. Modisch zumindest fragwürdig, aber wer schön sein will, soll frieren.

7. Warm singen – mit der Hymne.

Da bekommt der Begriff Warm singen gleich eine ganz neue Bedeutung. Wenn nicht eh schon passiert, wäre jetzt der beste Moment, um unsere Hertha-Hymne ‘Nur nach Hause‘ von Frank Zander auswendig zu lernen. Inbrünstiges Singen wärmt nicht nur von innen, sondern ist auch noch gesund. Es schützt beispielsweise unser Immunsystem.

Die Kraft der Stimme: Warum Singen glücklich macht

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8. Sitzheizung für Fans – das Kissen.

Ganz gleich, ob klassisches Klappkissen aus dem Fanshop oder das heimische Sofakissen: Vor allem jahrzehntelange Stadionbesucher*innen beziehen ihren Sitzplatz mit einem Kissen. Ein cleverer Trick.

9. Effektiver als jedes Kissen – der Stehplatz.

Was gegen Kälte hilft? Bewegung! Wie wäre es also mal mit Stehplatzkarten? Schunkeln, Springen und Schalschwenken zählen fast schon als Workout. Hält gut warm – vorausgesetzt beim Torjubel gibt’s keine Bierdusche.

10. Die richtige Verpflegung – Nein, kein Bier.

Dass Alkohol wärmt, ist ein Trugschluss, tatsächlich mag es sich kurzzeitig so anfühlen, allerdings öffnet Alkohol die Gefäße und lässt den Körper dadurch schneller auskühlen. Insofern vielleicht doch lieber auf das Pils verzichten und zum wärmenden Tee greifen. Gegen eine Currywurst spricht hingegen wenig. Gewürzen wie Curry sagt man eine wärmende Wirkung nach. Eine extra Portion Chili erledigt den Rest.

11. Halbzeitpause gut genutzt – Warmlaufen.

Leider nicht für die eigene Einwechslung, aber um die Kälte aus den Knochen zu schütteln.

Warum aus der Not nicht eine Tugend machen und das weitläufige Rund des Olympiastadions für eine kurze Aufwärmrunde nutzen? Indem man zum Beispiel einfach in der Halbzeit eine halbe Stadionrunde zur Toilette gegenüber joggt. Schlange stehen zum Bierholen ist schließlich eh nicht angesagt!

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