Eure perfekte Abwehrreihe gegen den Winterblues!

Schlechte Laune, ständig müde und einfach kein Antrieb – das sind typische Anzeichen für den Herbst- oder Winterblues. Fachleute sprechen auch von einer „saisonal bedingten Depression“. Doch keine Sorge: Wie in schwierigen Zeiten mit unseren Blau-Weißen könnt ihr euch sicher sein: Es geht bald wieder bergauf!

Der Winterblues ist in unseren Breitengeraden ein verbreitetes Phänomen, kann uns aber unterschiedlich stark belasten. Die Tage in Herbst und Winter sind kurz, Tageslicht wird zur Mangelware. Ihr kennt es sicher: Auf dem Weg zur Arbeit, zur Uni oder in die Schule ist es draußen noch dunkel und auf dem Weg nach Hause hat sich die Sonne schon längst wieder verabschiedet – sofern sie sich überhaupt durch das Berliner Dauergrau kämpfen konnte.

Gelangt aus diesem Grund zu wenig Tageslicht auf unsere Netzhaut, produziert unser Körper weniger Serotonin. Anstelle dieses körpereigenen Stimmungsaufhellers gibt unser Gehirn stattdessen mehr Melatonin in Auftrag. Das sogenannte Schlafhormon sorgt dafür, dass wir uns müde und schlapp fühlen. Außerdem schlägt die hormonelle Schieflage ordentlich auf unsere Stimmung.

Stadionbesuch: Samstagnachmittag schlägt den Freitagabend

Das Gute am Winterblues ist, dass er von ganz allein wieder verschwindet, sobald die Tage wieder länger werden und der Himmel über Berlin wieder so blau-weiß wie unsere Fahne strahlt. Dann kurbelt das Tageslicht die Serotonin-Produktion wieder an, wir fühlen uns wacher und die Laune steigt. Natürlich könnt ihr während der dunklen Tage auch selbst ein wenig nachhelfen, indem ihr ganz bewusst daran denkt, regelmäßig Licht zu tanken.

Steht der nächste Besuch im Olympiastadion an? Und könnt ihr euch nicht zwischen einem Flutlichtspiel unserer Alten Dame am Freitagabend und einem klassischen Termin am Samstagnachmittag entscheiden? Ihr geht natürlich zu beiden Spielen, aber euer Tageslichtkonto hält es da ganz wie der Fan und liebt vor allem den Fußball um 15:30 Uhr. Am besten plant ihr vor dem Spiel gleich einen langen Spaziergang zum Olympiastadion mit ein. Denn so greift ihr möglichst viel Sonnenlicht ab, seid in Gesellschaft und gleichzeitig in Bewegung – die perfekte Abwehrreihe gegen den Winterblues.

Hier findet ihr 7 weitere Tipps gegen den Winterblues.

Helles Flutlicht kann das Tageslicht leider nicht ersetzen.

Helles Flutlicht kann das Tageslicht leider nicht ersetzen und hilft nicht gegen den Winterblues

Winterblues oder echte Depression?

Wenn es etwas Positives am Winterblues gibt, dann ist es seine Vergänglichkeit: Wer in der dunklen Jahreszeit unter Verstimmung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit leidet, kann davon ausgehen, dass die Phase bald vorübergeht. Mit entsprechenden Tipps könnt ihr zusätzlich gegensteuern.

Genau hier liegt ein Unterschied zu einer „echten“ Depression. Gegen diese gibt es keine einfachen und pauschalen Mittel, die Betroffenen helfen. Sie geht zudem oft mit typischen Symptomen wie Appetitlosigkeit und Schlafstörungen einher, diese können aber individuell ganz unterschiedlich ausfallen.

Solltet ihr euch unsicher sein, ob es sich um einen harmlosen Winterblues oder eine ernstzunehmende Depression handelt, holt euch unbedingt ärztlichen Rat ein! Ein Profi wird dies herauszufinden und euch bei Bedarf eine erfolgsversprechende Behandlung empfehlen.

Stimmungstief oder Depression

Tipps von unserem Gesundheitspartner AOK Nordost

Hinweis: Du leidest unter den beschriebenen Symptomen oder hast suizidale Gedanken? Du kennst jemanden, dem oder der es so geht?

Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhältst du rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800/1110111 und 0800/1110222. Auch eine Online-Beratung ist über die Webseite telefonseelsorge.de möglich.