Fussballerwehwehchen Teil 4

Ein Schienbeinbruch gilt bei Fußballern als Worst-Case Szenario. Herthas Physiotherapeuten Michael Becker und Frederik Syna erklären, was diese Verletzung für Spieler bedeutet.

Wann ist ein Schienenbeinbruch denn so richtig schlimm?
Wenn eine komplexe Verletzung vorliegt, das heißt ein Schien- und Wadenbeinbruch sowie eine Syndesmoseverletzung, dann ist das eine der schlimmsten Verletzungen, die ein Spieler haben kann. Das kann auch das Karriereende bedeuten. Allerdings nicht sofort, es gibt natürlich bei guter Behandlung und einer guten Rehabilitationsfähigkeit der Spieler auch die Chance, dass derjenige wieder auf dem Platz steht. Bei Schien- und Wadenbeinbrüchen muss man davon ausgehen, dass es eine Kontaktverletzung ist. Da können wir beispielsweise präventiv nicht entgegenwirken. Wir können die Verletzung nur begleiten, wenn sie passiert ist und versuchen eine Verbesserung der Heilung zu erreichen. Am Wichtigsten ist die Erstversorgung. 

Wie lang dauert das bei so einer Verletzung, bis man wieder auf dem Platz steht?
Das ist schwer zu sagen. Meine Einschätzung wäre, dass es über ein Jahr dauert. Man darf bei dieser Form der Verletzung auch nicht außer Acht lassen, dass nicht nur physisch Schaden angerichtet wird, sondern auch psychisch ein Hemmnis durch so eine Kontaktverletzung entsteht. Zum einen dauert es, bis der Spieler sich wieder traut, sein Bein zu belasten, zum anderen muss man nach so einer Geschichte auch erstmal wieder den Mut aufbringen, in einen Zweikampf zu gehen.

Kur und Reha

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