Hertha kocht: regional und saisonal

Zutaten für 2 Personen
Zeit 40 Minuten

Einer von vielen Foodtrends lautet: Gemüse und Obst sollten regional und saisonal verzehrt werden. Aber woher kommt diese Empfehlung und was bedeutet es regional und saisonal zu essen?

Regionale und saisonale Ernährung war vor der Globalisierung völlig normal. Damals konnten einheimische Bauern nur das anbauen, was auf den Böden der Region wuchs. Hierbei spielte auch das jeweilige Klima eine große Rolle: Erdbeeren konnten nicht im Winter geerntet werden und im Frühjahr gab es keine Äpfel. Durch den weltweiten Im-und Export und moderne Technologien in der Landwirtschaft sind wir es mittlerweile gewohnt, dass wir jede Obst- und Gemüsesorte zu jeder Zeit im Supermarktregal finden. Nur bei einigen wenigen Lebensmitteln passen wir uns nach wie vor dem Saisonkalender an. Dazu gehören zum Beispiel Spargel im Frühjahr und Kürbisse im Herbst. Warum sollte man als bewusster Esser also in Vorglobalisierungszeiten zurückspringen und sich am natürlichen Kalender orientieren?

1. Optimaler Geschmack

Lebensmittel, die auf heimischen Böden bis zum optimalen Reifezustand wachsen durften, schmecken besser als importierte Lebensmittel, die unreif geerntet werden, um den weiten Transportweg zu überstehen. Häufig enthalten Lebensmittel, die statt im Gewächshaus Freiland angebaut wurden, mehr Vitamine und Nährstoffe. 

2. Umweltschutz

Regionales und saisonales Essen bedeutet Umweltschutz in mehrfacher Hinsicht. Zum einen fällt bei kurzen Transportwegen deutlich weniger CO2-Ausstoß an. Zum anderen sind die Richtlinien für den Anbau von Obst und Gemüse, insbesondere in Hinblick auf genveränderte Nahrungsmittel und Pestizide deutlich strenger. 

3. Abwechslung

Hält man sich an den saisonalen Ernährungsplan erwartet einen automatisch eine abwechslungsreiche Ernährung, die zu jeder Jahreszeit andere Leckereien parat hat – so kommen ganz neue Variationen auf den Tisch.  Unser September-Rezept zeigt euch, dass die saisonale Herbstküche herrlich farbenfroh sein kann: Blumenkohlschnitzel mit Bohnen und Pfifferlingrahmsauce. 

Pfifferlinge und Rosmarin liegen auf einem Tisch.

Zutaten

  • Blumenkohlschnitzel:
  • ein halber Blumenkohl
  • 50 Gramm Butter
  • 25 Gramm Paniermehl
  • ein Ei (oder eine Ei-Alternative wie Sojamehl)
  • ein Esslöffel Mehl
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf
  • Öl zum Anbraten
  • Bohnen:
  • 250 Gramm Bohnen
  • eine gehackte Knoblauchzehe
  • sechs Stiele Bohnenkraut
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf
  • vier Esslöffel Olivenöl
  • geriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
  • etwas Butter
  • Pfifferlingrahmsauce:
  • 250 Gramm Pfifferlinge
  • eine Schalotte
  • drei Esslöffel Öl
  • 250 Gramm Sahne
  • ein Teelöffel Stärke
  • einen halben Bund Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf
  • Mögliche Ergänzung:
  • 50 Gramm gewürfelten Schinken
  • fünf Esslöffel Weißwein

Zubereitung

So bereitest du die Blumenkohlschnitzel zu: Entferne die Blätter und den Strunk vom Blumenkohl und halbiere ihn. Lege ihn dann in einen Topf mit kochendem Salzwasser und lass ihn garen. Nimm ihn nach einiger Zeit heraus, wenn der Blumenkohl noch knackig ist, lass ihn abkühlen und schneide circa ein Zentimeter dicke Scheiben ab. Verquirle das Ei mit etwas Salz und Pfeffer. Stelle eine Schale mit Mehl und eine mit Paniermehl bereit. Wende die Blumenkohlscheiben zunächst im Mehl, dann im Ei und abschließend im Paniermehl. Brate deine leckeren Blumenkohlschnitzel dann in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten an.

So bereitest du die Bohnen zu: Säubere die Bohnen und gebe sie anschließend ins kochende Salzwasser. Gieße sie nach fünf Minuten ab - die Bohnen sollten noch bissfest sein. Vermenge dann Knoblauch mit Salz, gebe die Zitronenschale und das Öl sowie das gehackte Bohnenkraut dazu. Schmelze die Butter in einer Pfanne und erwärme die Bohnen darin kurz.

So bereitest du die Pfifferlingrahmsoße zu: Putze die Pfifferlinge und halbiere sie anschließend. Schneide die Schalotte in kleine Würfel. Brate die Pfifferlinge in Öl bei hoher Hitzen an. Dünste die Schalotte glasig und würze alles nach deinem Gusto mit Salz und Pfeffer. Gieße die Sahne dazu, lass alles kurz aufkochen und dann für einige Minuten köcheln. Verrühre die Stärke mit Wasser, gib sie in die Sahnesauce und lass die Sauce erneut aufkochen. Gib anschließend den gewaschenen und geschnittenen Schnittlauch hinzu. 

Guten Appetit!

 

Bilder: Imago