Jungbleiben einfach gemacht – erklärt von Nello di Martino

Wenn die Spieler im Kader von Hertha BSC plötzlich deine Söhne sein könnten, startet bei manchen von uns schon die Angst vorm Älterwerden. Das muss sie aber gar nicht. Hertha-Urgestein Nello di Martino erklärt, mit welchen einfachen Tricks er jung bleibt.

Schmerzen beim Hochstapfen in den Oberrang oder der Moment, wenn einem in der Bahn zum Olympiastadion das erste Mal ein Sitzplatz angeboten wird - irgendwann fühlen wir uns alle mal alt. Genau davor hat jeder zweite Deutsche Angst, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Jahr 2019 ergab. Mit zunehmendem Alter bereitet uns besonders die Gesundheit Sorgen. Zeit, um bei jemandem nachzufragen, der anscheinend nie alt wird: Herthas Urgestein Nello di Martino.

Der 70-Jährige ist eine der größten Legenden des Vereins, dabei absolvierte der Torhüter kein einziges Bundesliga-Spiel für unsere Blau-Weißen. Lediglich auf vier Einsätze in der Amateur-Oberliga in der Saison 1986/87 kommt er. Trotzdem hat di Martino mit unserer Alten Dame so viel erlebt, dass er als ihr Alter Herr beschrieben werden kann. Vergangenes Jahr feierten der Italiener und seine Hertha Goldene Hochzeit

Jungbleiben einfach gemacht – erklärt von Nello di Martino

„Es waren 44 Trainer, mit denen ich zusammengearbeitet habe”, sagt di Martino, der im Spätsommer 1971 als italienischer Drittliga-Torwart nach Berlin kam und wegen einer Meniskus-Operation viel zu früh seine Karriere beenden musste. Er blieb in Berlin und bei Hertha und war ein halbes Jahrhundert lang Torwarttrainer, Co-Trainer oder Teammanager. Auch im Jahr 2022 steht di Martino noch beinahe täglich auf dem Fußballplatz im Olympiapark. Seit dieser Saison ist er in unserer Fußball-Akademie bei der U19 Torwarttrainer. Sein Erfolgsrezept fürs Alter: „Disziplin, Bewegung und Ernährung”.

Ernährung und Bewegung sind zentrale Faktoren

„Auch wenn du keine Lust hast, musst du was tun”, erklärt der 70-Jährige und fügt hinzu: „Bewegung oder gesundes Essen sollten wir nicht auf morgen verschieben, denn Lethargie ist für den Körper nicht gut.” Einerseits sei klar, dass es für ihn ein Privileg ist, dass er noch immer fit ist und seit 50 Jahren mit Leistungssportlern trainieren könne. Andererseits könne jede und jeder die Disziplin haben, an die frische Luft zu gehen und Sport zu machen. „Ich war bei Wind und Wetter, bei Sonnenschein und Regen immer an der frischen Luft”, erklärt er und fügt lächelnd hinzu: „Das hat mir sehr gutgetan.” Recht hat er, denn laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Ernährung und Bewegung die zwei entscheidenden Faktoren für Gesundheit im Alter.

Fit und aktiv bleiben – so geht's!

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Generell werden die Menschen in Deutschland immer älter, lag die Lebenserwartung vor rund 100 Jahren im Durchschnitt bei etwa 40 bis 50 Jahren, liegt diese heute fast doppelt so hoch. In Deutschland werden Frauen im Schnitt 84 und Männer 80 Jahre alt, Tendenz steigend. Dass wir alle älter werden, liegt neben einem gesünderen Lebensstil auch daran, dass sich medizinische Versorgung, Gesundheitssysteme und Hygiene verbessert haben. Einen weiteren wesentlichen Einfluss auf den Alterungsprozess haben auch die subjektive Wahrnehmung der eigenen Gesundheit und ein positiver Blick auf das Älterwerden.

Wer sich besser fühlt, dem geht es auch besser

Frei nach dem Motto „Wer sich besser fühlt, dem geht es auch besser” haben Menschen, die ihre eigene Gesundheit als gut einschätzen, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auch eine bessere körperliche Funktionsfähigkeit. Im Vergleich zu Menschen, die ihre Gesundheit negativ bewerten, ist ihre Mobilität höher und die täglichen Aufgaben können besser erledigt werden. Hinzu kommt, dass eine positive Einstellung dazu führen kann, sich schneller von Krankheiten zu erholen und die geistige Leistungsfähigkeit besser zu erhalten.

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Nello di Martino zehrt im Alter ebenfalls von seinem optimistischen Mindset: „Positivität ist wichtig, dann hat man auch keine Angst vor dem Alter. Das habe ich in Italien gelernt”, sagt er. Das können alle lernen. Wie wird aus Dolce Vita denn Deutsche Vita? „Die Menschen regen sich schon morgens über das Wetter auf”, erklärt er und führt aus: „Ich verliere keine Minute, um über das Wetter zu klagen. Ich kann viele Dinge ändern, aber das Wetter sowieso nicht.”

Das gilt nicht nur im Leben. Für ein schlechteres Spiel unseres Vereins hat di Martino auch einen guten Rat: „Ich habe den Jungs in 50 Jahren immer gesagt: Lasst uns nicht verrückt werden, wir müssen jetzt zusammenhalten”, erklärt er und gibt den schönsten Tipp für den manchmal grauen Berliner Himmel noch mit dazu: „Auf Regen folgt Sonnenschein.”

 

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