Kühlen oder Wärmen – Profitipps zur Erstversorgung

Wer Fußball spielt, kennt die kleinen Wehwehchen, die der Sport mit sich bringt. Mit dem Knöchel umgeknickt oder einen Schlag auf das Knie bekommen? Die erste Hilfe bei Verletzungen lautet zumeist: Kühlen. Tatsächlich stellt Wärme in manchen Situationen aber die bessere Behandlung dar. Unser Experte Frederick Syna klärt auf, bei welchen Beschwerden Thermotherapie sinnvoll eingesetzt werden kann.

An der Tür zum Behandlungsraum unserer Profis prangt ein Schild: “Zutritt nur für Mitarbeitende der Lizenzspielerabteilung“. Doch für uns macht Frederick Syna eine Ausnahme und wir dürfen gemeinsam mit unserem Leiter der Physiotherapie einen exklusiven Blick in die „heiligen Hallen“ werfen: Dort stehen mehrere Behandlungsliegen und einige hochmoderne Gerätschaften, die die Verfassung unserer Herthaner insbesondere bei Verletzungen steigern sollen. Maximilian Mittelstädt unterzieht sich gerade einer Behandlung. Das Gesicht unseres Eigengewächses ist dabei schmerzverzerrt. „No pain, no gain“, weiß unsere Nummer 17. Denn körperliche Blessuren und die Überwindung dieser sind quasi Teil des Alltags eines Profifußballers.

Thermotherapie zur Förderung der Regeneration

Wenn einer unserer Jungs während des Trainings oder im Spiel eine Verletzung davonträgt, benötigen die Profis die fachliche Expertise unserer Therapeutinnen und Therapeuten. Wie sieht das Verletzungsbild aus? Wie lauten die konkreten Beschwerden? Das sind die ersten Fragen, die sich Syna und sein Team in solchen Fällen stellen. Die Antworten sind maßgebend dafür, ob Wärme oder Kälte bei der Behandlung unserer Spreeathener zum Einsatz kommen.

Frederick Syna, Leiter unserer Physiotherapie.

Frederick Syna, Leiter unserer Physiotherapie.

Eisspray ist nicht mehr up to date

Aber wann sollte man kühlen und wann lieber wärmen? Aufprall-, aber auch manche Muskelverletzungen werden mit Eis-Anwendungen behandelt – zumeist für die ersten Tage. Hierbei ist es wichtig, gleichzeitig Druckverbände zu nutzen, um Einblutungen in das Gewebe und in die Muskeln zu unterbinden. Im Amateursport wird bei Verletzungen jeder Art oft das Eisspray genutzt - für unsere Medizinerinnen und Mediziner ist die “Allzweckwaffe“ allerdings keine Option in der Erstbehandlung der Spieler. Auch wenn die Nutzung spektakulär aussieht und zunächst die gewünschte Kühlung hervorbringt, ist der Effekt nicht nachhaltig. Außerdem kann das Spray bei falscher Anwendung direkt auf der Haut zu Verbrennungen führen.

Kühlen ist jedoch nicht immer die richtige Antwort. Wärme-Anwendungen kommen insbesondere bei Muskelverletzungen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich zum Einsatz. Auch bei muskulären Verletzungen in anderen Körperpartien hilft Wärme in der Nachversorgung hinsichtlich der Durchblutung und Regeneration und treibt den Heilungsprozess voran. Letztlich ist die Frage nach der richtigen Behandlung individuell und je nach Beschwerde zu beantworten. Für einen optimalen Heilungsprozess solltet ihr bei Verletzungen daher immer eine Ärztin oder einen Arzt eures Vertrauens zurate ziehen.

Was man bei der Behandlung darüber hinaus beachten sollte und welche Hausmittel für die Erstversorgung in den eigenen vier Wänden verwendet werden können, verrät unser Experte im Video.

Weitere interessante Artikel zum Thema Sportverletzungen findet ihr bei unserem Gesundheitspartner AOK Nordost.

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